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DIHK-Gründerreport prognostiziert für 2012 Rekordtief an Gründungen

12.04.12
DIHK-Gründerreport prognostiziert für 2012 Rekordtief an Gründungen

Eine Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages prognostiziert für 2012 einen neuen Tiefgang bei den Existenzgründungen. Dieses Jahr seit mit deutlich weniger als 400.000 Gründungen zu rechnen, berichtet das “Handelsblatt” unter Berufung auf die DIHK-Studie. Das habe es seit 1990 nicht gegeben, heißt es weiter.

“Das Gründungsinteresse in Deutschland nähert sich einem Tiefstand”, sagt DIHK-Chef Hans Heinrich Driftmann. Als mögliche Ursachen für den Negativtrend nannte er Finanzierungsprobleme, bürokratische Hemmnisse und die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. (Quelle: ZDF-Videotext vom 12.04.2012)

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat gestern den aktuellen Gründerreport veröffentlicht.

Darin heißt es u.a. ” Wie viele Menschen den Sprung in die Selbstständigkeit wagen, hängt in Deutschland nach wie vor maßgeblich von der Beschäftigungssituation ab… Das Gründungsinteresse in Deutschland nähert sich einem Tiefstand. Im laufenden Jahr dürfte es weniger als 400.000 neue Unternehmen geben – so wenige wie nie seit der Wiedervereinigung. Dass die Zahl der Menschen sinkt, die ihr eigener Chef sein möchten, ist nach Einschätzung des DIHK vor allem auf die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt zurückzuführen. Um echte Unternehmensgründungen attraktiver zu machen, fordert der DIHK einen konsequenten Bürokratieabbau für Existenzgründer. Es gelte, den privaten Markt für Beteiligungskapital zu beleben.”

Leider geht die Studie nicht auf die verheerenden Auswirkungen der gesetzlichen Änderungen im Zusammenhang mit dem Gründungszuschuss ein. Lt. IAB ging die Zahl der Gründungen aus der Arbeitslosigkeit in den Monaten Februar und März um über 80 Prozent zurück – was für diese beiden Monate in absoluten Zahlen rund 20.000 weniger Existenzgründungen bedeutet. 

Die IHK-Organisatoren waren im vergangen Jahr wesentliche Initiatoren dieser gesetzlichen Änderungen und haben sich mit ihrer Kernforderung (Umwandlung in Ermessenleistung und Kürzung der Bezugsdauer) durchgesetzt. Dass sich diese Gesetzesänderung jetzt als Bumerang erweist – verschweigt der DIHK-Gründerreport.


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