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KfW veröffentlicht Gründungsmonitor 2012

24.04.12
KfW veröffentlicht Gründungsmonitor 2012

Die KfW Bankengruppe hat in ihrer heutigen Presseerklärung den Gründungsmonitor 2012 veröffentlicht. Darin heißt es u.a. „Boom auf dem Arbeitsmarkt dämpft Gründungaktivität“.

Die Zahl der Gründerinnen und Gründer (im Voll-  und Nebenerwerb) ging im Jahr 2011 von 936.000 (im Jahr 2010) um 11 Prozent auf 835.000 Personen zurück. Der Rückgang wird fast ausschließlich auf eine stark abnehmende Gründungsaktivität im Nebenerwerb zurück geführt, während die Zahl der Vollerwerbsgründer fast konstant blieb. (Quelle: Presserklärung Nr. 023 D KfW Bankengruppe)

Die zentralen Ergebnisse können Sie dem diesjährigen KfW-Gründungsmonitor, der jährlichen, repräsentativen Bevölkerungsbefragung zum Gründergeschehen in Deutschland entnehmen.

In der Presserklärung heißt es u.a. weiter: „… Die sehr gute Arbeitsmarktentwicklung und bessere Verdienstchancen für Arbeitnehmer haben den Anreiz für Gründungen im Nebenerwerb gedämpft. Erfreulich ist aber, dass sich die Zahl der Gründungen im Vollerwerb gegen diesen Trend auf stabilem Niveau bewegt. ….Positiv auf die Gründungsaktivität im Vollerwerb dürften sich im Jahr 2011 außerdem die zu Beginn des Jahres angekündigten und am 28.12.2011 in Kraft getretenen Änderungen des Gründungszuschusses der Bundesagentur für Arbeit ausgewirkt haben: Viele Gründungwillige zogen ihren Schritt in die Selbständigkeit vor und sicherten sich damit die Förderung zu den günstigeren alten Bedingungen.“  (Quelle: Presserklärung Nr. 023 D KfW Bankengruppe)

Betrachtet man diese aktuellen Zahlen im Zusammenhang mit den von der Bundesagentur für Arbeit in den ersten Monaten veröffentlichen Zahlen der genehmigten Anträge auf Gründungszuschuss (Rückgänge um bis zu 84 Prozent), dann kann man sich ausrechnen wie die Zahl der Gründungen im  Vollerwerb im Dezember 2012 aussehen wird.

Der von der Bundesregierung im Dezember 2011 beschlossene und in Kraft gesetzte Kahlschlag beim Gründungszuschuss wird seine vollständige Wirkung erst im Gründungsmonitor 2013 ffg. offenbaren. Der im Gründungsmonitor 2012 festgestellte Trend wird sich dann sicherlich auch auf die Vollerwerbsgründungen ausgeweitet haben.

Deutschland schneidet im internationalen Vergleich bei den Rahmenbedingungen für Startups ohnehin schlecht ab. Außer Deutschland bieten nur Südkorea, Russland, Italien und Frankreich schlechtere Rahmenbedingungen für Gründer. In allen anderen G-20-Ländern haben Jungunternehmer ein deutlich größeres Vertrauen, dass die jeweilige Regierung ihnen bestmögliche Startbedingungen bietet. Am besten schneidet Kanada ab; dort liegt die Zahl der Startups rund neun Mal höher als in Deutschland. (Quelle: www.impulse.de von Caren Miesenberger, 10.02.2012).

Auch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat in einer Studie festgestellt, dass Deutschland eines der niedrigsten Gründungsniveaus aller 43 an der Untersuchung beteiligten Staaten aufweist. (Quelle: IAB-Kurzbericht 15/2009).

Nachhaltig Mittelstand fördernde Politik sieht sich sicherlich anders aus. Im Jahr 2010 hatten sich mit dem Gründungszuschuss noch 146.500 Personen selbst einen Arbeitsplatz geschaffen. In der Folge entstanden nach Berechnungen des IAB pro Gründer durchschnittlich 0,7 zusätzliche Arbeitsplätze (102.500). Diese rund 250.000 neuen Arbeitsplätze pro Jahr sind durch die im Dezember beschlossenen Gesetzesänderungen gefährdet. Deshalb sind nicht nur langfristige Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt zu befürchten, auch der Fortbestand zehntausender deutscher Unternehmen ist bedroht.

Demografiewandel, Konjunkturflaute und Kreditklemme tragen dazu bei, dass der Mittelstand händeringend nach qualifizierten Fachkräften für den Chefsessel sucht. Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn schätzt, dass bis 2014 rund 110.000 Unternehmen einen Nachfolger suchen, weil der aktuelle Chef aus Altersgründen abtritt oder unerwartet ausfällt. (vgl. dazu auch die Studie des Volkswirtschaftlichen Instituts für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen).

Gründerinnen und Gründer die sich im Vollerwerb selbständig machen möchten, gründen nicht zwingend nur mit Startups sondern wären auch potentielle Nachfolger und Betriebsübernehmer. Die Entscheidung die ohnehin mangelhafte Förderung mehr und mehr einzuschränken trägt nicht dazu bei, Gründungswillige zur Übernahme eines Betriebes zu motivieren.  Dadurch sind weitere Auswirkungen einerseits auf den Arbeitsmarkt und andererseits auf den Mittelstand im Allgemeinen zu befürchten.

Gründungswilligen wird deshalb kompetente Beratung vor und nach der Gründung empfohlen. Professionelle Begleitung erhöht nicht nur die Chancen auf Bewilligung des Gründungszuschuss sondern auch, dass die Existenzgründung trotz kurzer Vorlaufzeit erfolgreich auf- und ausgebaut werden kann. Die dykiert beratung steht Ihnen als zertifizierte Gründungsberatung mit Rat und Tat zur Seite.


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